Erinnerung an Holbeins Zeiten
590,00 €
Antiker Anhänger aus emailliertem Silber mit Gemme der Flora, um 1870
Bezahlen Sie nach Ihren Wünschen. Wir möchten Ihren Einkauf so angenehm wie möglich machen.
Description
Noch früher als in Deutschland wurden im England des 19. Jahrhunderts nostalgische Schmuckstücke im Stil der Neo-Renaissance getragen. Man bevorzugte hier jedoch den Begriff des Holbeinstils, in Anlehnung an den Maler Hans Holbein d. J. also – und dies, obwohl der Maler in Augsburg geboren war und zunächst in Basel gewirkt hatte. Denn nachdem Holbein 1532 nach London emigriert war, erhielt er schon 1533 von Henry VIII. den Auftrag, die Dekorationen für seine Hochzeit mit Anne Boleyn zu entwerfen. Portraits für den König und seine Familie folgten, und wie kein anderer Maler wurde Holbein mit der Tudorzeit assoziiert.
Doch neben Portraits geschmückter Adeliger zeichnete Holbein auch eigene Entwürfe für Schmuckstücke, die dann im 19. Jahrhundert erneut auf großes Interesse stießen. Insbesondere seit der Weltausstellung 1862 wurden in England Entwürfe populär, die an Holbein angelehnt waren oder seine Vorlagen gar aufs Neue umsetzten. Sie zeichneten sich durch farbige Edelsteine oder Email aus, waren reich ornamentiert und fassten häufig auch Gemmen – so wie der vorliegende Anhänger. Plastische, bunt emaillierte Ranken winden sich von allen Seiten um das Oval, das in seiner Mitte ein antikisierendes Portrait fasst.
Bei der Dame, die uns hier in Muschel geschnitzt vorgestellt wird, handelt es sich um Flora, die römische Göttin der Blüte und des Frühlings. Sie gibt sich durch die Blumen in ihrem Haar zu erkennen, die ihr als Attribut zugeordnet werden. Schon in Holbeins Zeit sammelte man antike Gemmen, sodass der Rückgriff auf ein solches Motiv hier nicht verwundert.
Der Anhänger trägt eine kuk Österreich-Ungarische Importpunze, welche zeigt, dass der Anhänger in den Jahren zwischen 1872 und 1902 nach Bergen in Österreich importiert wurde. Entstanden ist er vermutlich in Großbritannien. Trotz seines hohen Alters ist der Anhänger sehr schön erhalten – und bereit, die bunte und prachtvolle Welt der Tudorzeit nach einem halben Jahrtausend noch einmal aufleben zu lassen.
| Material: | Eine Muschelgemme, etwa 3,3 x 2,6 cm Vier blaue Schmucksteine aus Glas, Cabochonschliff, je etwa 2,1 mm Durchmesser Polychromes Email Silber |
| Stempelungen: | Österreich-Ungarischer Importstempel „AV“ (Auslandsverkehr) mit Stadtbuchstabe „H“ für Bergen, in Gebrauh von 1872 bis 1902 |
| Größe: | Mit Schlaufe 6,5 x 4,2 cm |
| Gewicht: | 20,3 g |
| Zustand: | Sehr gut, das Email rückseitig mit wenigen kleinen Abplatzungen |
| Zertifikat: | Lieferung mit Zertifikat |
| Objekt-Nr.: | 19-2187 |

Kopfgeburt
Whirlwind Romance
Der Rundtempel auf dem Forum Boarium
Aus Zwei mach Eins
Zu Land und zu Wasser
Sterne über dem Regenbogen
Quality Street
Geheimnisvolle Koralle
Salomon und die Königin von Saba
Ranken und Rosen
Sleeping Beauty
Style Rocaille
Klare Form
Königin der Nacht
Rendezvous im Mondschein
les choses simples
Edel und Nützlich
Meerwert
Ein Stückchen Himmel
Am Puls der Zeit
Dōmo arigatō
Gruß der schönen Epoche
Mysteriöser Begleiter
Der Lauf der Zeit
Flatterhaft schön
Aus dem Juwel-Palais
Nachhaltiges Versprechen
Purple Rain
Zitternde Blüten
Für Sternstunden
Die große Welle
Turmalin im Takt der Moderne
Gestern und Heute
Frühling in London
Glanz und Textur
Für schönes Haar
Fließende Welle
Blütezeit
Mix & Match
Roma quanta fuit, ipsa ruina docet
Sei mein!
Bedeutungsvoll
Mitternacht trifft Morgentau
Damengambit
Bacchanalia
Doppelt hält besser
Die Schlange des Ingenieurs
Exzellenzcluster
Mein Stern
Bunter Falter
Amor bindet den Schuh
Glanzleistung
Reach for the Stars
Pax et Pulchritudo
Noblesse oblige
The Englishness of English Art
Glanz der Moderne
Stars und Sternschnuppen
Bezaubernde Blüte 










